Die Bank und der Rapper

Wenn MC Juli am 10. August die Waisenhaus-Bühne am Thunfest betritt, tritt er als wortgewandter Rapper mit messerscharfen Rhymes an. Die restlichen 364 Tage hat er in Thun indes eine ganz andere Rolle inne.

Er ist Jurist und Rapper: Julian Hollinger (29) arbeitet als Jurist bei der AEK Bank, in seiner Freizeit ist der gebürtige Interlakner als Rapper MC Juli unterwegs. “Juristerei und Rap sind beide sehr sprachaffin”, antwortet der redegewandte junge Mann auf die Frage, wie sich die beiden Klischees vereinen liessen. “Es kann in beiden Welten von entscheidender Wichtigkeit sein, das richtige Wort zu setzen - oder auch mal wegzulassen…” Sprache, zumindest Deutsch, habe ihm immer sehr gefallen, sagt MC Juli. “So gesehen ist die Sprache in der Musik quasi mein Instrument - weil ich sonst keines beherrsche.”

 

Julian Hollinger ist nicht der einzige Mitarbeiter der AEK Bank, der in seiner Freizeit die Bankenwelt gegen die Bühne eintauscht: Songwriter Liam Spichiger ist unter dem Künstlernamen Liam Maye unterwegs und setzt seit dem Abschluss seiner Lehre bei der Bank derzeit voll auf die Musik. Luca Colomba arbeitet als Business Analyst Informatik und Projekte bei der Bank und hat vor einigen Jahren als Teil der Rockband Pleroma landesweit für Aufsehen gesorgt. Matthias Arm, Kundenbetreuer in der Niederlassung Oberhofen, spielt in diversen Bands, und Simon Bühler, Kundenbetreuer in der Niederlassung Spiez ist Teil der Rock´n´Roll-Band Bugshots – und es ist durchaus mögilch, dass diese Aufzählung von AEK-Mitarbeitern mit popmusikalischem Flair im weitesten Sinnen nicht vollständig ist.

 

Seit dem letzten Auftritt von Pleroma am Thunfest sind freilich schon einige Jahre ins Land gezogen, wohingegen Liam Maye heuer bereits zum zweiten Mal auftritt. Und auch MC Juli betritt in diesem Jahr nicht zum allerersten Mal eine Thunfest-Bühne: 2016 gastierte er für einen Kurzauftritt bei den Brienzer Mundie-Rockern Container 6.

 

Während sich diese Band mittlerweile aufgelöst hat, geht MC Juli unbeirrt seinen Weg in einem Business, das den Künstlern das Schaffen auch schon leichter gemacht hat. Von physischen Releases hat er sich im digitalen Zeitalter verabschiedet. Und damit auch von der Idee, für ein neues Album - das letzte heisst “Verrisse” und stammt aus dem Jahr 2016 - eine bestimmte Anzahl Songs auf einen Punkt zu sammeln und sie gemeinsam zu veröffentlichen. “Ich kann mir gut vorstellen, dass wir dieses Mal Stück für Stück vorgehen”, sagt er, “denn heute ist dauernde Präsenz einfach unglaublich wichtig.” Wann es jedoch soweit sein wird, darüber gibt MC Juli noch keine Auskunft.

 

Sein grosses Plus in einer vielschichtigen und anspruchsvollen Musik-Welt: MC Juli ist unglaublich wandelbar. Im Gaskessel von Biel kann er zusammen mit einem DJ ein Bouncer-Set dropen, das den jungen und Hip-Hop-verrückten Fans im Publikum sprichwörtlich die Kappe lupft - oder aber für ein Thunfest ein Band-Set auf die Beine stellen, das mit seiner funkigen Attitüde durchaus auch ein breiteres Publikum entzücken kann. Was man bei MC Juli indes vergebens sucht, sind die lauten, plakativen Statements. “Meine Songs sind aus dem Leben und drehen sich vorab um Liebe oder Rap”, erklärt er, und fügt an: “Natürlich kann man in gewissen Songs meine Haltung zu gesellschaftlichen Themen heraushören. Aber ich funktioniere nicht nach einem klassischen Links-Rechts-Schema.”

 

Dass bei der AEK Bank so viele Mitarbeitende im Sold stehen, die sich in ihrer Freizeit kulturell engagieren, kommt für MC Juli nicht von ungefähr. “Namentlich im Bereich Musik schätzt und fördert die Firma unser Wirken”, sagt er und erwähnt beispielsweise gemeinsame Auftritte von musikalischen Mitarbeitern bei internen Anlässen. “Hinzu kommt, dass ich noch nie den Eindruck hatte, dass mein künstlerisches Engagement irgendwie über Gebühr kritisch beäugt würde.” Vielmehr tausche man sich unter Musik-Freaks am Rand der Arbeit auch aus über das Schaffen eines jedes einzelnen. “Mich nimmt wunder, was die anderen machen und wo sie stehen”, sagt der rappende Jurist. “Liam und ich nahmen beispielsweise auch mal am selben Contest teil.”

 

Auch Thun und das Thunfest nimmt Hollinger als positiv wahr in Sachen Kulturförderung. “Was hier geleistet wird, ist grossartig”, sagt Julian Hollinger. “Thun macht viel für Kunst und Musik, fördert sie und gibt immer wieder jungen Künstlern aus der Region eine Plattform.” Natürlich sei Bern, wo Hollinger lebt, urbaner und natürlich gebe es in Interlaken, wo er herkommt, wichtige Plattformen wie die Jungfrau Classics, den Anker in Interlaken oder das Snowpenair. Aber die These, wonach entlang der Aare ein spezieller Spirit herrschen müsse, unterstützt er voll und ganz. “Die relativ hohe Dichte von Künstlern und Kunstschaffenden in dieser Region kommt sicher nicht von ungefähr - und nicht umsonst haben schon früh, vor 100 oder 200 Jahren, grosse Dichter und Musiker ihre Inspiration hier gefunden.”

 

MC Juli: Samstag, 10. August, 00.30 Uhr, Waisenhaus-Bühne

Liam Maye: Samstag, 10. August, 18.00 Uhr, Waisenhaus-Bühne

www.aekbank.ch

www.mcjuli.net

 

WETTBEWERB “Genug geübt”

Die AEK Bank ist eine der wenigen Banken mit gemeinnütziger Ausrichtung. Diese wird sogar in den Statuten festgehalten. Als Sozial-, Kultur- und Sportförderin unterstützt sie jährlich mehr als 600 Vereine, Projekte und Anlässe in ihrem Geschäftsgebiet und ist seit vielen Jahren Hauptsponsorin des Thunfests.

Im Frühling 2019 hat die Thuner Regionalbank ihren neuen Werbespot «Genug geübt» lanciert und verlost in diesem Zusammenhang fünf AEK Zelte!

 

Hier geht’s zum Werbespot: www.aekbank.ch/werbespot

 

Schreiben Sie uns bis am 8. August 2019 an marketing aekbank ch und teilen Sie uns mit, in welchem Gebiet am Thunersee sich die «Zeltszene» abspielt.