2022: Ein Blick hinter die Kulissen

Jedes Jahr lockt das Thunfest mehrere tausend Besucher in die Gassen der Stadt Thun. Damit so ein Anlass reibungslos stattfinden kann, braucht es natürlich viele Leute, die bei der Organisation und der Durchführung eines solchen Anlasses, so wie auch dem Aufräumen danach tatkräftig mithelfen. Der Head of Ticketing des Thunfests Moha Abu Baker gewährt im Interview einen Einblick hinter die Kulissen.

Moha ist unser Ticketing-Boss und organisiert die Einsätze der Helfer*innen am Thunfest. (Bild: privat)

Der 30-jährige Automechaniker Moha Abu Baker engagiert sich schon längere Zeit bei verschiedenen Anlässen, zum Beispiel beim Foodtruck Happening, wo er einen wichtigen Teil zur Organisation beiträgt. Beim Thunfest half Moha 2017 zum ersten Mal mit. Damals verkaufte er an der Abendkasse Tickets an die Besucher. «Die Arbeit hat mir so gut gefallen, dass ich auch im nächsten Jahr wieder dabei sein wollte», sagt er selbst dazu. Im Jahr darauf war er also wieder auf dem Thunfest-Gelände anzutreffen, wo er als Springer allerlei Arbeiten verrichtete. Dabei gefiel ihm vor allem die Zusammenarbeit und der Umgang im Team besonders gut. Er fühlte sich sofort wohl und half deshalb Jahr um Jahr wieder am Thunfest mit und ist kürzlich zum Head of Ticketing geworden. «Ich bin zuständig für alles, was mit den Tickets zu tun hat», erklärt er. Das bedeutet, dass er die Tickets und Kassen organisiert, aber auch, dass er neue Leute rekrutiert und einteilt.

 

Hier können sich interessierte Helfer*innen melden. Sie können ihren Einsatzbereich sowie auch die Einsatzzeit selbst bestimmen. Dabei gilt jedoch: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Deshalb sollten Interessierte sich möglichst früh über die Website melden. Diese Anmeldungen landen dann bei Moha, der mit ihnen Rücksprache hält und sie für ihren Einsatz einteilt. Daran gefällt Moha vor allem, dass er mit ganz vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt kommt. Ausserdem freut er sich auch darüber, dass er mitverantwortlich ist, den Gästen ein reibungsloses Fest zu bieten. 

 


Mohas Thunfest-Tipp

 

Eine Fahrt auf dem Riesenrad machen und die menschengefüllte Stadt von oben betrachten!


 

Moha, der selbst in Steffisburg aufgewachsen ist, verbindet viele Erinnerungen mit dem Thunfest. Seit seiner Kindheit besuchte er das Thunfest jährlich. «Selbst als ich dann aus der Umgebung von Thun weggezogen bin, ging ich immer wieder ans Thunfest», sagt Moha. Für ihn bedeutete der Anlass nicht nur gute Laune, Verpflegung und Musik, sondern auch das Wiedersehen mit alten Bekannten. «Viele Leute aus meiner Schulzeit habe ich mit den Jahren aus den Augen verloren. Am Thunfest treffe ich dann einige von ihnen immer wieder», erzählt er.

Moha gibt alles für die perfekte Feststimmung am Thunfest. (Bild 1: privat, Bild 2: liveit/Simon Boschi)

Deshalb ist das Thunfest für Moha nicht aus Thun wegzudenken. Seiner Erfahrung nach geht es auch vielen anderen so. «Ich kenne Leute aus dem ganzen Oberland, die ich jährlich am Thunfest wiedersehe. Der Anlass wird so für ganz viele zu einem Treffpunkt, auf den sich alle freuen», so Moha, dem nebst den vielen Begegnungen vor allem die verschiedenen Konzerte in Erinnerung geblieben sind. Unter den vielfältigen Interpreten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Mischung aus Musik, sozialen Kontakten und weiteren Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Riesenrad, machen das Thunfest für Moha zu einem einzigartigen Erlebnis. Dabei vergisst er aber nicht, wie viele Menschen mitarbeiten, damit der Event reibungslos ablaufen kann. Besonders dankbar ist er allen Helfer*innen, den Gastronom*innen, aber auch der Bevölkerung, die jedes Jahr wieder dabei ist und so die einzigartige Atmosphäre des Thunfests überhaupt erst möglich macht. 

 

"Ich kann mich gut an meine Jugend erinnern,

als das Thunfest noch bis in die frühen Morgenstunden dauerte."

 

Für Moha ist es sehr wichtig, dass das Thunfest noch lange bestehen bleibt. Nicht nur wegen des Anlasses an sich, sondern auch besonders für die Jugendlichen. «Ich kann mich noch gut an meine Jugend erinnern, als das Thunfest noch bis in die frühen Morgenstunden dauerte und ich habe es immer genossen, noch etwas tanzen zu gehen. Das ist jetzt in Thun ja kaum mehr möglich», findet Moha und erzählt, dass das vor allem mit den Krawallen zusammenhängt, die leider oft mit dem Nachtleben einhergehen. Moha fügt hinzu, dass er auch einige Leute aus älteren Generationen kenne, die es schätzten, wenn etwas Leben in die Stadt einkehre und sie am Thunfest so viel erleben könnten. Umso wichtiger findet Moha, dass das Thunfest für alle Generationen einen Ort bietet, wo in ausgelassener Stimmung gefeiert, getanzt und geredet werden kann. Dafür investiert er, wie auch alle anderen Helfer*innen, sehr gerne seine Zeit, denn für sie alle ist und bleibt das Thunfest ein einzigartiges Erlebnis.